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CW
Kinzenbach ist wahrscheinlich der ältere der beiden Ortsteile, weil eine Ansiedlung auf der Höhe über der Lahnaue nicht so hochwasser gefährdet war. Wenig später bildete sich am Bieberbach aus Einzelhöfen die Siedlung Heuchelheim, in der auf einer Anhöhe auch eine kleine Kirche für beide Orte errichtet wurde.
1529 wurde die Pfarrei Heuchelheim mit der Filiale in Kinzenbach im Zug der Reformation evangelisch.
1585 wurde das gemeinsame Land an der Lahn geteilt, das nach dem Austerben der Gleiberger Grafen gemeinschaftlich vom Großherzogtum Darmstadt und dem Haus Nassau-Weilburg verwaltet wurde. Heuchelheim wurde im Zug der Teilung hessisch, Kinzenbach kam zu Nassau Weilburg und wurde kirchlich der Pfarrei Krofdorf zugeordnet. 1816 wurde Nassau-Weilburg preußisch. In der Folge gehörte die Kirchengemeinde Kinzenbach mit Krofdorf zur rheinischen Landeskirche.
Im Jahr 1967 schlossen sich Heuchelheim und Kinzenbach im Rahmen der Gebietsreform zusammen. In der Folge wechselte die Kirchengemeinde Kinzenbach aus der rheinschen Landeskirche nach Hessen-Nassau und wird zunächst der Martinsgemeinde Heuchelheim angegliedert.
Zum 1. Januar 2020 ist in Heuchelheim und Kinzenbach aus den zwei evangelischen Kirchengemeinden die “Evangelische Martinsgemeinde Heuchelheim-Kinzenbach” geworden. Die Menschen aus Heuchelheim und Kinzenbach fühlen sich gemeinsam für die Gemeindearbeit verantwortlich und haben Freude an der ehrenamtlichen Arbeit auch über den eigenen Ort hinaus. Es gibt eine gewachsene Zusammenarbeit mit den Vereinen und der Kommune und immer wieder gemeinsame Veranstaltungen und Projekte: beim Demokratie-Fest “Heuchelheim ist bunt” und bei der Verlegung der Stolpersteine.
Auf der Kirchenmusik liegt bei uns ein besonderer Schwerpunkt:Kirchen- und Posaunenchor gestalten gemeinsam mit unseren Organisten festliche Gottesdienste und Konzerte. Und junge Musiker*innen aus unserer Gemeinde gestalten gemeinsam mit den Konfis und dem Konfi-Team unsere Jugendgottesdienste.
Die Konfirmandenarbeit in Heuchelheim und Kinzenbach hat ein eigenes Profil und ist über den Konfi-Pass, Projekte und gemeinsame Gottesdienste in unseren Orten und darüber hinaus mit dem Stadtjugendpfarramt und der Diakonie in Gießen gut vernetzt.
Vom Frühjahr bis in den Herbst gibt es Kletteraktionen am Kletterturm im Kirchgarten. Unser Besuchsdienst macht sich regelmäßig auf den Weg zu den Menschen in beiden Gemeindeteilen. Außerdem gibt es jede Woche Andachten im Awo-Pflegeheim und monatlich in der Demenz-Wohngemeinschaft “Villa Lichtblick”.
Gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen mit der katholischen Gemeinde Maria Frieden wie die Adventsfensteraktion, der Weltgebetstag oder der gemeinsame Stand auf dem Martinsmarkt sind feste Termine im Jahresplan; ebenso das Gemeindefest und die Besuche in der Partnergemeinde Pretzsch/Elbe im Kirchenkreis Wittenberg.
Wir sind eine Faire Gemeinde. Die Bedingungen, unter denen die Güter des täglichen Bedarfs hergestellt werden, und ihre Auswirkungen auf unsere Mitmenschen und Gottes Schöpfung sind uns wichtig. Bei Anlässen wie Geburtstagen, Verabschiedungen verschenken wir auch Produkte aus fairem Handel. Bei den Trauerkaffees in unseren Gemeindehäusern schenken wir fair gehandelten Kaffee aus.
Wir vermeiden Müll bei Festen und Veranstaltungen durch die Verwendung von Mehrweggeschirr und verzichten auf Dosengetränke sowie Einwegflaschen. Zudem erzeugen wir mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Evangelischen Gemeindehauses in Heuchelheim selbst Ökostrom. Auf dem Dach der neuen Martinskirche ist eine weitere Anlage geplant.
Brot für die Welt hat uns für dieses Handeln das Siegel „Faires Handeln im Kirchenalltag“ verliehen.
Im Turm der alten Martinskirche nisten Turmfalken und Schleiereulen, die von der örtlichen Gruppe des Naturschutzbundes (Nabu) betreut werden. Am neu renovierten Pfarrhaus gibt es in luftiger Höhe Nistmöglichkeiten für Mauersegler und in der Mauer zum Bieberbach haben wir eine Brutröhre für den Eisvogel eingebaut, die auch angenommen wurde. Der Nabu hat uns dafür das Siegel "naturschutzfreundliche Gemeinde" verliehen.

Cornelia Weber

Constanze Reif

