- Angebote & Gruppen
- Begleitung & Leben
- Profil & Struktur
- Vor Ort & Ganz nah
© V. Mattern
Im späten Mittelalter gehörte Fellingshausen zum Kirchspiel Rodheim.
Mit Einführung der Reformation im Jahr 1526 wechselte die Kirchengemeinde zum evangelischen Bekenntnis.
Im Jahr 1574 wird erstmals eine mittelalterliche Kirche erwähnt, die wahrscheinlich im 13. oder 14. Jahrhundert errichtet wurde. Das Gotteshaus unterstand dem Patrozinium des hl. Georg und wurde 1588 tiefgreifend erneuert und 1748 um ein Drittel vergrößert.
Über die alte Kapelle, ein Saalbau mit kleinen Viereckfenstern, Satteldach und Dachreiter im Osten, heißt es 1742: „Sie ist eine uralte Capelle noch aus dem Bapstthum.“
Ab 1837 wurden größere Renovierungsarbeiten durchgeführt. 1839/1840 wurde eine neue Empore samt Orgel eingebaut, 1843 der Dachreiter saniert und eine neue Kirchenuhr von Uhrmacher Wagner aus Krofdorf installiert. Die Gemeinde ließ 1867 den Glockenstuhl erneuern und die Kirche 1879 instand setzen. Das Dach wurde neu eingeschiefert und der Innenraum geweißt.
1895 beschloss die Kirchengemeinde, die zu kleine Kirche durch einen Neubau zu ersetzen, nachdem ein Teil des Mauerwerks aus der Nordseite herausgefallen war und der Westgiebel Risse aufwies. Wegen Einsturzgefahr durfte das baufällige Gebäude nicht mehr benutzt werden. Es wurde im Herbst 1898 abgebrochen. Die Kirchengemeinde vergrößerte das Grundstück durch den Kauf zweier an der Straße gelegener Hofparzellen. Am 25. April 1899 erfolgte die Grundsteinlegung und am 15. Februar 1900 die Einweihung der neuen Kirche. Übergangsweise diente ein Harmonium zur Liedbegleitung, da der Bau einer neuen Orgel aus Kostengründen bis 1902 zurückgestellt wurde.
Bei einer Innenrenovierung im Jahr 1971 wurden die Ausmalung des Innenraums, die figürlichen Darstellungen auf der Kanzel, die Friese um die Türen und Fenster sowie die Wandsprüche und Inschriften an den Balkenunterzügen der Emporen zerstört und weiß übermalt. Kanzel und Altar wurden in Sandstein neu gefasst. Durch einen Ablösevertrag aus dem Jahr 1991 gingen Grundstück und Kirchengebäude von der Zivilgemeinde in den Besitz der Kirchengemeinde über. Ein verglaster Aufzugsturm ermöglicht seit 2003 den barrierefreien Zugang. Von 2021 bis 2023 fand eine Sanierung des undichten Kirchendachs statt, bei der die Schallarkaden des Glockengeschosses und vom Hausschwamm befallene Balken ersetzt und das Dach neu eingeschiefert wurden.
Quelle: Wikipedia
Für die neu erbaute Kirche wurde eine neue Orgel durch die Werkstatt Förster & Nicolaus, Lich erbaut, die am 20. Juni 1902 abgenommen wurde. Ursprünglich waren sieben Register angeboten worden, entweder bereits während der Bauzeit oder bereits kurze Zeit darauf wurde die Disposition auf neun Register vergrößert.
1972 baute die Werkstatt Werner Bosch, Niestetal, eine neue mechanische Schleifladenorgel mit 6 Registern hinter den vorhandenen historischen Prospekt.
1998 wurde die Orgel durch Christoph Böttner, Frankenberg, gereinigt und auf um ein Register (Prinzipal 4') erweitert. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die bis dahin stummen Prospektpfeifen reaktiviert. Durch diese Arbeiten verfügt die Orgel seitdem über einen durchgehenden Prinzipalchor 8'-4'-2', was bei der Größe der Kirche eine markante Verbesserung für die Tragfähigkeit des Klangs darstellte. Die Sesquialtera hat die Funktion einer um eine Terz erweiterte 2-fachen Mixtur, sodass die Orgel auch bei voller Kirche eine gutes Durchsetzungsvermögen aufweist.
Quelle & weitere Informationen: Organ-Index