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© D. Schweizer
Die Evangelische Kirche in Königsberg ist eine barocke Kirche aus dem Jahr 1654. Sie ist auf der äußeren Ringmauer der Burg Königsberg errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt Königsberg, von den Schweden beschossen. Infolge der Eroberung der Stadt am 6. Juni 1647 wurden Schloss, Turm, Kirche und Pfarrhaus verbrannt. Zu dieser Zeit bestand von der Kirche noch die Krypta; die aufgehende Oberkirche war bereits vorher zerstört worden. Die alte Krypta wurde sehr viel später mit Erdreich aufgefüllt.
Im Jahr 1961 entschloss sich die Gemeinde zu einer tiefgreifenden Renovierung der Kirche und bei der Renovierung 1994 wurde die ursprüngliche farbliche Fassung der Kirche wiederhergestellt.
Der Dachreiter beherbergte vor dem Ersten Weltkrieg ein Zweiergeläut. Eine Glocke wurde im Ersten Weltkrieg an die Rüstungsindustrie abgeliefert. Nach dem Krieg ließ die Gemeinde zwei neue Glocken gießen und hatte nun ein Dreiergeläut. Im Zweiten Weltkrieg wurden die beiden großen Glocken eingeschmolzen. Die älteste von 1615 (300 kg, 0,78 Meter Durchmesser) entging dem Einschmelzen und gelangte wieder zurück.
Zu den ursprünglichen Einrichtungsgegenständen aus der Erbauungszeit gehört die schlichte, hölzerne Kanzel. Der quaderförmige Altar ist aus Holz gefertigt. Hinter dem Altar ist in derselben Breite eine Krippe aufgestellt, deren Holzstücke die Form des Kreuzes aufgreifen. Sie wurde aus dem Holz alter Häuser des Dorfes gefertigt. Die Krippe wird an Weihnachten geöffnet und zeigt Szenen der Geburt Christi.
Grabsteine an der Kirchhofmauer
Auf dem Kirchhof sind vier Grabsteine sekundär in die Mauer der Schlossstraße südwestlich der Kirche vermauert. Drei Grabmäler aus rotem Sandstein stammen aus dem Barock und der graue Grabstein ist vom Klassizismus geprägt.
Von der ersten Orgel der Kirche, die von dem zu seiner Zeit bedeutenden Orgelbauers Johann Georg Dreuth aus Griedel erbaut wurde, ist heute noch der Prospekt (= die Schauseite) der Orgel erhalten.
Dieser Prospekt blieb bei dem Ersatz des eigentlichen Instrumentes durch die bekannte Firma Wilhelm Sauer (Frankfurt (Oder)) im Jahr 1921 erhalten, sodass er auch beim Ersatz dieses hochromantischen Instrumentes durch einen weiteren Neubau der Werkstatt Förster & Nicolaus, Lich im Jahre 1962 weitergenutzt werden konnte.
Das neue – auf Organ-Index beschriebene – Instrument greift den Gestaltungsgedanken Dreuths wieder auf.
Durchatmen, auftanken. Einfach nur da sein. Endlich mal Ruhe haben. Beten. Gott nah sein. In Gedanken schwelgen. An jemanden denken. Sich für Architektur und Geschichte interessieren.
Fernab von der hektischen Betriebsamkeit des Alltags ist dies in der offenen Königsberger Kirche möglich.
Öffnungszeiten:
Donnerstags in der Zeit von 13.00 bis 15.00 Uhr

